Montag, 26. Juni 2006

Ich glaub ich vermiss dich

Wenn man 15 und frisch verknallt ist, dann vermisst man den anderen schon nach einer Stunde des nicht miteinander seins, Ich bin 19, seit 2 Wochen voller Erdbeben und seit 4 Stunden nicht mehr mit dem Epizentrum zusammen. Ich bin in den Zug gestiegen und das Gefühl des Alleinseins stieg von meinen Zehen bis zu meinen Haarspitzen. Kinderkitsch. Mag sein. Ja und? Wer kümmert sich denn bitte darum? Ich nicht. Ich vermiss ihn. Ich hab ihn in der Bahn gerochen. 4 Mal. Aaargh. Nein, nein. So was macht doch kirre. Meine Gabe aus Buchstaben wunderbar geformte Sätze zu bilden hat sich verabschiedet. Ich schwebe auf Eishügeln mit Smarties drin. Ich schmecke Big Mäc’s und das obwohl ich sie nicht esse. Ich rieche Haarshampoo und fühle einen Rücken unter meinen Fingernägeln. Mein Bauch ist ganz warm von dem Bauch der über mir liegt. Heiße Luft tanzt in meinem Gesicht. Scheiben beschlagen. Autoblinker klicken. California here we come.

Sonntag, 18. Juni 2006

Gurkenlaster trifft MICH

Ich bin ein Unfall.
Vor 18 Jahren und 363 Tagen bin ich von einem Gurkenlaster gefallen. Seitdem eiere ich durch die Welt. Ich hab nette Freunde bei mir im Glas, die kleinen Gemüsezwiebeln sind freundlich aber die Dillzweige sind frech. Die geben freche Antworten wenn sie denn überhaupt mal antworten. Die Senfkörner sind derbe Lästerbacken.

„Hast du gesehen die Svenja Senf war beim Frisör. Die sieht ja wieder aus.“

Mein Leben ist eigentlich ganz knackig. Bis jetzt. Da kommt der Typ einfach auf die Idee mein Glas aufzuschrauben. Hiiilfe, ich bekomme doch keine Luft. Oh, paradox. Da wandere ich in den Mund. Beiß mich doch, tut eh nicht weh ich bin ja nur ein Unfall der Menschheit, hahaaaa, wenigstens schmeck ich und bin voller Selbstironie.

„Hast du gerochen, die Nicky- Gurke war wieder auswärts essen.“

God damn

Es gibt so Dinge die man eigentlich nicht sagt aber man macht es doch. Man wirft sie achtlos in die Atmosphäre und ist sich nicht über deren Folgen bewusst. Nein, eigentlich ist man es. Man weiß, was genau das, was man aus sich raus brabbeln lies bewirken kann. Alles was schief gehen wird, wird schief gehen. Wenn man jemanden mag und dieses tut, muss man sich danach ob man will oder nicht mit dem Herzen und dem Kopf auseinander setzten.

„Also das hättest du mal lieber nicht gesagt.“
„Wieso? Ehrlichkeit währt und es ist ungemein wichtig den Personen die man mag zu sagen was man denkt, fühlt, will, blabla.“
„ Ja, das schon aber es tut trotzdem weh.“
„Tut es?“
„Ja, weil du blöder rationaler immerzu- denkender und vollkommen überfüllter Kopf machst mir nun Herzschmerz.“
„Wieso denn das?“
„Weil ich es zugelassen habe dass du deinen Willen bekommst.“
„Wie so oft.“
„Dein elendes Bestimmerische geht mir auf mein Gemüt.“

Shut the fuck up.
Shit happens.
Pups.
So kann es sein.

Magst du mich wieder?
O ja O nein O vielleicht

Rot ist grüner wie Ozeane

Schau mich an. Schau her. Meine Nase. Meine Augen. Meine Lippen. Mein Gesicht. Meine Geschichte. Es war einmal vor langer Zeit. Ein Mädchen wurde geboren. Etliche Minuten und Lichtsekunden später stand sie an einem Regal. Bücher. Dicke schwere Bänder. Mit Gold verzierte Seiten. Holzbeschlagene Cover. Sie nimmt das kleinste Buch aus dem Fach. Rot. Wie ihre Nägel. Wie ihr Herz. Sie schlägt es auf. Ihre Nase gleitet über die Seiten. Sie riecht tiefe dunkle Wälder, helle weite Felder, brennende Sonnen, weinende Monde, lachende Sterne, triefende Herzen. Das Cover erinnert. Das war schon da. Sie fühlt mit ihren Fingern über das weiche liebliche Buch. Das bin ich. Das bin ich. Das ist sie. Ein Tropfen fiel aus dem Ozean auf ihre Seele. Baaam. Das ist sie. Sie lächelt. Greift in das Regal und zieht das größte und grünste Buch heraus. Das werde ich sein. Das werde ich sein. Das wird sie sein. Klang stößt aus ihrem Zwerchfell und fliegt durch die Atmosphäre. It’s my life. Now or never. I am gonna live forever. Lilafarbene Tinte breitet sich auf den ersten Seiten aus. Wort reiht sich an Wort. Baaam Baaam. I am gonna live while I’m alive.

Freitag, 16. Juni 2006

...

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Komm schlaf bei mir

Zeitweise frag ich mich wieso ich überhaupt schlafe. Hat nichts positives das Ganze. Nein ganz und überhauptnicht. Ich schlafe also ein. 32 Schafe. Alleine. Hoppel Hoppel. Spring Spring. Was macht das Kaninchen hier? Dann schlafe ich. Meine Haare liegen gebettet auf meinen Kissen, mein Popöchen krümmt sich unter der warmen Decke und meine Beine liegen verknotet unter einem wärmenden Haufen Federn. Ich drehe mich zigmal und werde nachts wach. Irgendwas fehlt doch. Ja. Ich tapse mich also durch das dunkle in die Küche. Schnappe mir ein Glas und trinke als wenn es die letzte Flüssigkeit wäre die ich in der nächsten Zeit bekommen werde. Ich wache auf. Mein Kopf tut weh. Böser Traum. Wenn man jemanden mag und man hilft wieder das zu bekommen was er hatte, dann hat man Schmerzen in der Brust, im Kopf. Da hilft auch kein Pflaster. Mist. Meine Freundlichkeit und die Gabe zu Helfen wann immer jemand meine Hilfe braucht wird mich noch in einen klaren und Gedankenlosen Wirbelsturm treiben. Zoooom. Hier sitze ich. Epizentrum. Mitten Drin. Ein Feuer ist ganz in der Mitte kalt. Man fühlt es nicht. Fass doch mal mit der Hand durch. Verbrannt? Genau so fühle ich mich grade, ich sitze in der Mitte, unter der schützenden Decke und verbrenne doch.

Donnerstag, 15. Juni 2006

Liga des Außergewöhnlichen Schwachsinns

Ein neues System macht sich in der Welt breit. LIGEN werden gegründet, Mitglieder auserkoren und Weibchen und Männchen eingeteilt. Du bist Liga eins, du zwei, nee warte mit der Hose bist du doch eher Liga drei. Ich bin Liga, Sekunde ich muss mal nachschlagen. Ich bin Liga 2. Hallo, und du, woher kommst du? Untergrund? Echt? Und wie ist es da? Dunkel? Ja, kann ich mir vorstellen, hier kommt auch nur Sonne hin wenn Liga eins nicht grade mit Stöckelschuhen über den Rasen stolziert. Ich bin Liga 5. Hallo meine Name ist Loser. Hallo Loser, erzähle uns von deinen Problemen. Also, ich wurde immer diskriminiert. Ja, Loser das verstehen wir gut. Ach sag doch nicht so was, du bist ja auch Liga eins. Was, bist du dir sicher? Steh auf, sprich dich aus liebe Liga Insassin.

“Ich rebelliere gegen die Ligen. Braucht doch keiner. Was ist denn wenn ich in eine andere Liga rutsche weil ich schlecht rieche? Geht das? Ach, wieso gehst du mir denn so auf die Nerven? Meine Ligenqualitäten werden immer schlechter. Darf ich dir mal ein Geheimnis verraten? Ja, also ich bin lieber Liga 4 oder 3. Was? Du verstehst das nicht? Ach ich bin eine komplette Gruppe mit 12 Ligen. Je nach Verfassung und Eigeneinschätzung rutsche ich hoch oder falle eine runter. Öhm. Ach wisst ihr was? Ihr könnt mich mal. Ich steige aus. Was soll das denn? Man kann doch nicht einfach Menschen einordnen wie es einem grade in die Müslischale passt.“

Da steht sie auf die Insassin.

„Moment, könnt ihr mir noch eben schnell sagen welche Liga ich denn bin?“

Rationalität

Rationalität zerstört dich. sie frisst dich langsam auf. ganz langsam. sie beißt sich von deinem Schädel durch deine Blutlaufbahn und lässt kleine rote und weiße
Blutkörperchen tanzen. sie beißt an der Lunge und nimmt dir die Luft. Sie nimmt dir die Luft, die du so sehen zu atmen vermochtest. die Luft, die dich erfüllte und dich in andere Welten fliegen lies. Rationalität kennt sich aus mit auffressen von Kreativität und Befriedigung des eigenen seins. sie beißt und kratz an deinem herzen bis sie jenen Schlüssel für all deinen Anmut in deiner lieblichen Seele gefunden hat. Die Rationalität fängt an zu glühen und ein Schein tritt hervor. Ein Schein, der unsichtbar und doch voller Kälte und Angst durchflutet wird. Du zuckst zusammen. Du krümmst dich und versuchst mit aller Kraft dein Herz zu retten. Vergeblich. All das was du sahst entschwindet. Kleine rote Kaugummikugeln, grünes frisches gemähtes Gras, Zigarettenstummel die noch glühen, Spielzeug das vergessen wurde, regen der nach Sommer duftet, Autos die wie Monster ausschauen, Mäuse die sich mit Katzen anfreunden. Du bist ein Kind. Du bist ein Kind mit Fantasie. Gewesen. Jetzt bist du erwachsen. Verhalte dich so. Hör auf zu träumen. Die Realität überholt dich. Sie fängt dich. Beißt sich empor bis sie die Rationalität gefunden hat. Du bist erwachsen. Was willst du? Du willst nicht wachsen? Dann hör nicht auf zu tanzen. Ja, richtig gelesen.
Tanze auf Wolken. Tanze durch die Hemisphäre surfe auf dem Horizont. Und verdammt, wehre dich gegen die Rationalität. Nimm deine Buntstifte und male. Ein Haus, eine Blume, eine Sonne. Wie alt bist du? Alt genug um zu wissen was für eine Sinnlosigkeit dahinter steckt? Nein. Erst wenn du nicht mehr siehst, riechst, liest, schreibst, hörst, fühlst was andere nicht tun dann bist du weise genug um erwachsen zu sein.

Ring Ring sie haben Post

tuer

Ich wohne in der Straße..hmmpf

Auf meiner Tour durch die weiten Welten meiner Umgebung ist mir da was Kurioses aufgefallen. Straßen. Ja genau, Straßen. Eine Straße bekommt nach ihrem Entstehen einen Namen. Nehmen wir also eine Straße in der ein großer Künstler geboren ist. So, einige Jahre später ist der Künstler aus der Mode und die Straße wird nach einem anderen benannt. Gut bis dahin noch verständlich. Einige Monate nachdem der neue Künstler die Straße sein „Eigen“ nennen konnte, kommt ein kleiner verrückter Professor, der auch ganz zufällig in der Straße geboren ist und erfindet wohl das beste was man gegen eine Krankheit einnehmen kann. Logisch, dass er die Straße bekommt. Nun denn, ein Professoren Team findet aber-unglaublicher weise, nach 2,7 Jahren heraus, dass der verrückte Professor kein Gegenmittel gefunden hat, sonder eher ein Mittel für eine Krankheit. Der verrückte Professor kommt nach Alcatraz und rate mal, die Straße wird umbenannt. Wieder am Anfang? Denkste. Also da wäre noch ein mutiger Feuerwehr Mann, der die Katze von Oma Minka von einem 1, 8 Meter hohen Baum geholt hat- dieser Herr hat nun die Ehre, nein, das Privileg seinen Namen auf einem Straßenschild gedruckt zu sehen. An dieser Stelle kannst du dir sicherlich denken was passiert.
Also nummero uno, mir tun die Leute leid, die in einer solchen Straße wohnen, andauernd neue Briefköpfe, Ausweise und Adressen. Zum anderen, hallo? Nennt doch die Straße einfach direkt Professorstraße oder Künstlerstraße, das wäre viel sinnvoller und außerdem kostengünstiger.
„Och Nicky, jetzt regelst du ja sogar schon die Finanzen?!“ , ja mein lieber Kopf das tue ich.

Kann ich das Obere haben?

Es gibt momentan an jeder Straßen Ecke einen Backwaren Diskont. Ja ja, schon richtig gelesen. Die kleinen Backstübchen sprießen aus dem Boden wie Unkraut aus einem Blumenbeet. Wie viele Brötchen braucht denn ein Mensch? Ich für meinen Teil hasse Brötchen. Möglicherweise aus dem Grund aus dem andere Menschen sie lieben. Ein Brötchen besteht aus zwei Teilen. Einem unteren sowie einem oberen. Ich kenne da ein älteres Ehepaar, dass sich dass morgendliche Brötchen immer geteilt hat. Sie, Edna, immer das obere, er, Frank, immer das untere. An ihrem fünfzigsten Hochzeitstag sitzen die beiden mal wieder am Frühstückstisch. „ Schatz, ich habe jetzt so lange das obere des Brötchens verspeist, ich würde dich gerne den oberen Teil probieren lassen.“ Bis hier hin ist alles noch ganz logisch und plausibel. Frank schaut seine Frau mit großen klaren, faltigen und blauen Augen an. „ Meine Liebste, wenn ich ehrlich bin, ich habe das obere immer lieber gemocht wie das untere, ich wollte dir nur eine Freude machen, da ich doch wusste, dass du die obere Hälfte des Brötchens lieber magst.“ Süß. Du wirst denken, süß. Nett, zuvorkommend, liebevoll, das will ich auch haben. Franks liebliche Frau aber antwortet ihm dasselbe in gras grün. „ Ich habe das obere immer nur gegessen, weil ich dachte, du vermagst das untere lieber.“ Immer noch wirst du sagen, das will ich auch. Kann ich gut nachvollziehen.

Große Pommes mit Ketchup

„2 Cola und eine mittlere Pommes mit Ketchup, bitte“
„ Die Cola groß, mittel oder klein?“
Ist dir mal aufgefallen, dass groß immer zuerst genannt wird? Komische Sache. In Amerika gibt es diese coole Erfindung, einmal sein Getränk zu zahlen und es immer wieder gratis auffüllen zu können. Gar nicht mal blöd die Amerikaner. Denkste. Ein Mensch wie du, würde sich in diesem Falle doch eine kleine Cola holen. Warum? Weil du sie ja eh auffüllen kannst und aufgrund dessen ist eine kleine Cola am Sinnvollsten, weil sie zum einen weniger kostet und zum anderen, weniger kostet. Ein durchschnittlicher amerikanischer Bürger kauft aber nicht die kleine Cola. Nein, wenn er doch die große kaufen kann, wieso dann mit einer kleinen zufrieden geben? Alles fit im Kopf?
„ Eine große Cola, bitte.“

Tumor oder was?

Ich hatte mal einen Hund, der starb an einem Tumor, der größer war wie sein Kopf. Er hatte sich im Magen festgesetzt und seine Innereien aufgefressen. Ich habe den Tumor gezeichnet. Seit dem Tage musste ich in Behandlung. Meine Eltern dachten ich sei gestört und wolle sterben, dabei hatte ich einfach nur eine Vision davon, wie man einen Film aus dem Grauenvollen Tumor drehen könnte. Als ich das erzählte fanden sie noch mehr ich sei nicht normal, und habe Probleme mit mir selbst. Die Psychotherapeutin sagte mir immer, ich wäre ein anständiges Mädchen und redete mir ein, meine Ängste vorm Tod zu zeichnen. Manchmal, wenn man noch ein Kind ist fragt man sich wie blöd die Erwachsenen eigentlich sein können. Interpretation ist frei.

Ordne dein Chaos

Aufräumen müsste ich sicherlich ein bisschen. Ich müsste. Werde ich es tun? Hmmm, sicher. Irgendwann. Ein Chaos läuft ja nicht weg. Es verschwindet ja nicht einfach so. Ein Chaos breitet sich nur aus, wenn man ihm Nahrung zuwirft. "Bitte füttern sie ihr Chaos, wenn sie es lange erhalten möchten. bei Risiken und Nebenwirkungen fragen sie bitte den Ursprung des Chaos, dieser wird ihnen sicherlich bei der Zeremonie einen neuen zu erschaffen, helfen"
Nur der, der sich in einer Unordnung zurecht findet, findet sich auch in seinem Leben zurecht. Was tun also, wenn meine Wohnung aufgeräumt ist? produzieren wir ein bisschen Abfall, los, lass deine Schuhe mitten im Flur liegen und wirf deine Jacke auf das Sofa neben meine Jeans. Sooo, jetzt, mit Hilfe eines inszenierten Gewühls müssten wir in der Lage sein unser Leben in Einklang mit unserem Geist zu bringen. Haah, dass ich nicht lache. Funktioniert nicht. Kann ich das auch umtauschen? Wie heißt es so schön, Guten Tag, Guten Tag, ich will mein Leben zurück!

Kritzel

cigarettes

And the Oskar goes to...

Bis auf die Knochen. Nackt, Kein schützender Stoff, keine engende Haut. Nackt. Hier kommt mein Strip, Lehn dich zurück, entspann dich und genieße die Show, Show? Nein, keine Show, genieße den Tanz. Mariechen hat die Schuhe an und wird den Popo schwingen.

„ Who knew“von Pink läuft. Zum wirklich unübertriebenen 165ten Mal. Der Text rasselt durch meinen Kopf durch die Beine, die Arme. Der Beat dröhnt. Ich glaube, dass im Moment alles toll ist. Ich glaube es nicht nur, ich weiß es. Mein Herz macht Saltos auf Trampolins, die aus Kirschkaugummis und Seen gebaut sind. Baboooom. Noch ein Sprung, ja, los du kannst das doch. Dankeschön an den der es schuld ist. Du weißt schon. 48 Stunden. See, Auto, Schaukel, Kraulen, Kuscheln. Oskar reife Küsse. 2 Stück, 2 wirklich kitschige „Welcome to Hollywood“ Küsse. Hahaa, und ich war dabei. Grinsender Smile. Manchmal wäre ein Kamerateam nicht schlecht. Nein, ganz und gar nicht. Guckt mal Kinder, was die Mama mal gemacht hat. Die Erde hätte untergehen können aber die Luft wäre gleich gewesen. Puls steht. Zeit rennt. 4:23 Minuten, 4:35 Minuten, 4:56 Minuten...komm schon, mach. 5 Minuten 23 Sekunden. Zeit steht. Welten drehen sich. Flugzeuge stürzen ab. In diesem Moment werden 7 Kinder geboren. 3 Katzen streiten sich um eine alte Dose Thunfisch. Die Luft steht. Der Schlag des Herzen fängt an in der Brust des anderen sein neues zu Hause gefunden zu haben. Kuss.

Mittwoch, 31. Mai 2006

Hey Mister DJ

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Mama Mama..Mama kommt...

Honig. Für ein Glas Honig von 250g Inhalt müssen die Bienen eines Stocks 5 Millionen Blüten anfliegen. 30 000 gemeinsam arbeitende Bienen produzieren 20 Kilo Honig pro Jahr, klingt komisch, ja, aber Teamarbeit zahlt sich aus.
Du nimmst also einen großen Löffel Honig und lässt ihn in deine heiße Milch flutschen. Honig ist geschmeidig. Jaja, ich weiß das klingt noch komischer, aber so ist es. Es gibt zwei verschiedene Arten von Honig, den glitschigen Flutschhonig und den harten Knusperhonig. Wieso Knusper? Och Mensch, das liegt doch auf der Hand, knusper knusper Knäusschen wer knuspert denn da frischen Honig aus dem Glas?
Schon seit Ewigkeiten und noch ewigeren Keiten ist Honig Leckerschmecker schlecht hin. Meine Urururururur Omi hat ihn aufs Brot geschmiert, meine Uroma, meine Oma und Hey, meine Mama auch. Da wären wir wieder bei Mama. Kann es sein, das im Moment ein Hype Mami zu werden ausbricht? Ich meine Tanja H. aus D. ist 17 und sie ist schon mit dem zweiten Kind am Start. Wer ist der Vater? Öööhm, weiß nicht, also... Öööhm… Ja, genau. Find ich auch. Öööhm. Mama ist doch die Beste. Wer passt auf dein Kind auf wenn du noch zur Schule gehst? Öööhm, ich geh doch nicht mehr zur Schule, ich hab doch jetzt ein Kind, und ich heirate bald. Öööhm. Kinder kriegen Kinder. Vorbei die Zeit von Ikea Besuchen ohne Smaaland. Vorbei die Zeit von alles bei Ikea angucken und bestaunen. Vorbei die Zeit von auf Ikea Sofas Probehüpfen. Vorbei die Zeit von Ikea Besuchen und im Bett liegen ohne an klein Justin denken zu müssen. Vorbei. Justin. Wieso, wieso zum Teufel heißen alle neugeborenen Kinder eigentlich wie irgendwelche Stars und Sternchen? Ich meine, ich nenne mein Kind doch auch nicht Aggro Berlin, oder?
„Aggro Berlin möchte aus dem Smaaland abgeholt werden!“
Mama kommt.

Montag, 29. Mai 2006

Super Mario wäre stolz

Als ich 6 Jahre alt war wollte ich immer ein Rentier haben, ich hatte diese Vorstellung, durch ein Rentier, mit einer roten Nase natürlich das ganze Jahr Weihnachten feiern zu können. Ich mochte Weihnachten schon immer, Geschenke, Essen, alle streiten, da es ja auch das Fest der Liebe ist und man sich gegenseitig noch mal alle negativen Seiten vor die Füße werfen muss, der Kuchen den es bei uns immer gibt war der Krönende Abschluss auf all dem Elend. Sahnetorte mit Kirschen und Schokolade- kurz Schwarzwälderkirschtorte genannt. Deliziös und mir läuft das Wasser im Mund zusammen wenn ich nur an das nächste Weihnachten denke. Das Rentier habe ich nicht bekommen, zu keinem Weihnachtsfest. Genauso wenig wie einen Gameboy, möglicherweise ist das auch der Grund, weshalb ich jede Spielekonsole besitze die momentan auf dem Markt ist.

Game over...

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Laliluu wie schön älter zu werden...

Es gibt Menschen, vor allem Frauen, die zu Begin des 20- Sten Lebensjahres eine Krise bekommen.
„ Oh nein, ich werde in 10 Jahren 30“.
Auf der anderen Seite gibt es jene die es wenig interessiert ob sie nun 25 oder 34 werden. In einem viel umwobenen Alter mit dem süßen Namen 17 ist beides jedoch nicht der Fall. Das kommende Alter spielt eine entscheidende Rolle. Ein 17 Jähriger sowie eine 17
Jährige fiebern darauf hinaus, endlich ein bestimmtes Alter zu
erreichen. Achtzehn. Was ist das besondere an dieser Zahl, wieso ist sie so faszinierend? Mit dem Achtzehnten Lebensjahr beginnen sich neue Möglichkeiten zu eröffnen. Man darf sein Gesäß vor dem Steuer eines Vierrädrigen Vehikels platzieren und es mit einer Lizenz sowie vollster Präzision fortbewegen. Schön. Jedoch nicht für solche, die noch keinen Führerschein haben, oder aus zeitlichen Gründen keine Bank überfallen konnte. Des Weiteren erlaubt man denen die 18 geworden oder es schon sind, sich dem Nachtleben zu widmen. Wenn man es nicht schon vorher getan hätte, wäre es auch sicherlich ein reizender Grund endlich achtzehn zu werden.

Neben diesen beiden „hervorragenden“ Argumenten einen Schritt ins Leben der Volljährigkeit zu wagen, gib es auch eine negative Seite. Man muss mit dem Träumen aufhören. Als erwachsener Mensch kann man es sich Zeitweilen nicht mehr erlauben von einem Schloss oder einer Reise nach Australien zu träumen, man lebt auf dem Boden der Tatsachen, und wird für das Verantwortet was man zu tun gedacht hat. Das bedeutet im Klartext es gibt keinen wirklich guten Grund achtzehn zu werden, wenn man kein Geld hat, schon in „ab Achtzehn“ Clubs war, und gerne nach Australien möchte. Nun ja, manchmal im Leben kann man sich das Alter nun mal nicht aussuchen.
Meistens jedenfalls.
Wenn jemand sagt ich sei zu alt zum träumen, dann bin ich es eben. Und außerdem nennt man meinen Traum dann nicht mehr Träumerei, sondern Ziel. Ist ein Ziel denn dasselbe wie ein Traum? Ist es eigentlich schlimm mit dem Fahrrad zu fahren? Und wozu gibt es denn Taxis?

Sonntag, 28. Mai 2006

Öööhm..magste meine Nummer haben?

„ Ich hätte gerne zwei Karten für „Saw 2“!“
„ Kann ich deinen Ausweis sehen!?“

Kram, Such, Wusel, Kram. Wenn du jetzt auch noch so guckst als hättest du ihn vergessen und mir sagst er liege auf deinem Schreibtisch bekommst du deine Karten.

„ Ich muss ihn wohl vergessen haben.“
Punkt für dich.
„ Ist wahrscheinlich in meiner Hose.“
Hah, Pech gehabt, das waren die falschen Worte.
„ Tja.“

Man muss nicht sonderlich viel mit den Menschen reden, wenn man im Kino arbeitet ist alles ganz ruhig. Er schiebt mir einen Zettel über die Theke.

„ Ändert das die Situation?“

Ich drehe ihn um, und auf der Rückseite steht fein säuberlich mit einem Herzchen, seine Nummer, oder jedenfalls eine Nummer, denn wer schreibt schon seine richtige Nummer auf einen Zettel um sie jemandem zu geben um in einen Film rein zu kommen?
Niemand.
Sag ich doch.

„ Nee du, das kann ich nicht machen, deine Nummer darfst du auch behalten, bist nicht mein Typ!“

Hart aber ehrlich.
Er wird rot, packt seinen Zettel ein und zieht von dannen.
So kann es sein Baby.

Katzen würden...

Ich zappe durch das Programm. Kaufen sie Calgonit, Head and Shoulders macht Schuppenfreies Haar, Katzen würden Whiskas kaufen- würden sie das? Meine Katze nicht. Verdammt ich habe gar keine. Ich lebe in einem Zimmer das aus einem Raum besteht, der ganz ehrlich genommen nicht größer ist als der Raum in dem Boris Becker sein uneheliches Kind gezeugt hat.
Mein Bett ist einer Luftmatratze gewichen, da ich nicht schlafen kann erübrigt sich diese eigentlich auch. Mein Zimmer hat Pfirsichfarbene Wände und sieht aus wie eines der Zimmer, die man pro Stunde mieten kann. Das einzig wertvolle hier ist meine DVD Sammlung die zum größten Teil aus billigen Kopien von original Filmen besteht- was sie auch wieder zu reinem Schund macht.

Oh Gott, nein, das war alles gelogen.

Dolbydingsbums

Wann warst du das letzte Mal im Theater und hast dir ein Stück angesehen, dass dich fasziniert und gefesselt hat, so dass du dich nicht rühren konntest? Okay, wir leben im Zeitalter von Dolby Surround, Plasma, DVD und High Definition dingsbums, wer geht da noch ins Theater wirst du dich fragen. Berechtigt. Aber zugleich etwas unerwachsen. Das Theater bietet die Möglichkeit emotionale Gefühlsaubrüche live zu erleben- gut ich gebe auch zu, dass man auf einer Leinwand die Gefühle sehen und mit Hilfe des unübertrefflichen Sounds umso mehr hören kann- aber kann man einen Freudenschrei fühlen?

Ich war vor einigen Tagen im Theater, ganz altmodisch und wie manch einer meines Alters sagen würde uncool. Ich fand es cool. Ich saß gebannte zwei Stunden da und war fasziniert von der hingebungsvollen Darbietung. Heute, Stunden, Tage nach der Vorstellung denke ich noch immer an die Energiepartikel die von der Bühne durch die Atmosphäre wirbelten. Kino kann das nicht. Wobei, ehrlich gesagt wird auch das heutige Kino unterschätzt, schauen wir uns mal die Statistik an. Die sagt, dass von Jahr zu Jahr weniger Menschen ein Kino von innen sehen. Schade. Denn das Kino war die Kirche des 21 Jahrhunderts. Vor einiger Zeit machten sich die Menschen für die Kirche fein, zogen sich die besten Schuhe an und hatten sogar Sonntagskleidung. Gestern war das anders. An einem Punkt stoppte das „in die Kirche gehen“ und das „ins Kino gehen“ rückte in den Vordergrund.
„ Was zieh ich bloß an, ich weiß nicht wie ich meine Haare machen soll, was für Schuhe passen denn nur zu meiner Jeans. Ich kann doch keine Jeans ins Kino anziehen, wie sieht das denn aus?“ Die meisten Menschen vergessen dass das Kino dunkel ist. Es ist egal was ich anhabe mich wird keiner sehen, es sei denn ich gehe in die 3 Uhr Vorstellung, die aber Grundsätzlich für Kinder und Senioren reserviert ist. Der wesentliche Punkt ins Kino zu gehen ist seit jeher auf der Strecke geblieben. Frag mal ein frisch verliebtes junges Pärchen das aus einem Film herausfrohlocket kommt wie denn der Film war.
„ Welcher Film?“, könnte die Antwort lauten.

Ein junges Mädchen im Alter von 14 Jahren wird versuchen sich in einen Film mit der Freigabe ab 16 zu schmuggeln und ein 21 jähriger wird seinen Mageninhalt in die ihm vorliegende Reihe befördern. Doch du liebst diesen Job und egal was kommt, Kino bleibt Kino. Ein Event dass nicht jeder gewillt ist zu besuchen. Doch wenn du es einmal getan hast kommst du aus dem Sog nach immer mehr Berieselung nicht mehr raus.

Der letzte Film den ich im Kino gesehen habe war Sin City, eine Comic Adaption vom feinsten, mit Special Effects die selbst die Special Effect Macher letzten Endes verblüfft haben.

Der letzte Film den ich auf DVD gesehen habe war Sin City, mit Special Effects die nicht so waren wie die im Kino.
Die Atmosphäre fehlte, das Flimmern, die Gesichter um mich herum, der Dolby Mega Sound. Weg. Einfach verschwunden. Ich saß also da. Vor einem Film, den ich zu einem meiner Favoriten zählen würde und dachte bei mir
„ Wie blöd, dass du ihn im Kino gesehen hast, du wärst sicher verblüfft und berauscht gewesen.“ Also, da sind wir wieder am Anfang, Theater ist klasse, Kino gut und DVD blöd? Kann man doch nicht so sagen, ich kann das ja nicht alles über den gleichen Kamm ziehen, oder kann ich doch?

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